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Monumentalster  Versuch + hervorragende  Quellensammlung

Kolumbus  war , ist + bleibt  Genuese !

— Raymond  Lestonnat’s  Exemplar —

Kolumbus – (Monleone, Giovanni, + Guiseppe Pessagno [Hrsg.]). Cristóbal Colón. Documentos y pruebas de su origen genovés. / Christophe Colomb. Documents prouvant son origine génoise.

Monleone + Pessagno, Cristóbal Colón / Christophe Colomb

Spanisch-französische Ausgabe. Mit Vorwort von Eugenio Broccardi (siehe unten) und einer Einführung durch die Herausgeber. Aus dem Italienischen von Juan Ramón Masoliver, Guiseppe Cappelli und Luigi Zilliani (spanisch) bzw. Annie Lami Gillot, Eugen Haas und Juan Ramón Masoliver (französisch). Genua 1932. 2° (39,5 x 31,5 x 5 cm). XXIII, 288 SS., 2 Bll. Inhalt u. Impressum sowie 16 nicht paginierte Bll. Textfortsetzung. OLwd. mit in Braun gepr. Titel auf Rücken u. VDeckel., letzterer zusätzlich mit dem Genueser Wappen, sowie farbiger zweiteiliger Wiedergabe der Juan de La Cosa-Karte von 1500 auf den Vorsätzen. Mit 219 Abbildungen ,

Monleone + Pessagno, Cristóbal Colón / Christophe Colomb

173  ( 55  beidseitigen )  meist  farbigen  Faksimile-Tafeln ,

9  Bll.  mit  Brieffaksimiles + Schriftdetails

+

3  Farbtafeln  ( Portrait  und  Ansichten  von  Genua + Savona ,

letztere beide mit Legenden-Deckblättern) sowie 9 Zwischenbll. („Dokumentierung“) innerhalb der eingebundenen Faksimile-Tafeln.

Erste Ausgabe. – Hiesige span.-frz. Ausgabe erschien zeitgleich zur italienischen sowie einer englisch-deutschen Ausgabe. – Die Jahreszahl der Einbandprägung zusätzlich mit „(A. X.)“, d. i. zehntes Jahr der faschistischen Ära. – Der zweisprachige Text jeweils parallel in Spalten gedruckt.

Mit auf eines der weißen Vorsatzblätter montiertem typographischen

Dedikationsbrief

Dedikation von Eugenio Broccardi an Raymond Lestonnat

nebst  eigenhändiger  Unterschrift  Sen.  Eugenio  Broccardis ,

Verfasser hiesigen Vorwortes wie Bürgermeister von Genua und Präsident der zur Herausgabe vorliegender Publikation gebildeten Sonderkommission, vom 25. Oktober 1932 mit dem Genueser Wappen über der Bezeichnung „Il Podesta’ di Genova“ in rotem Stahlstich für

Raymond  Lestonnat

Boulevard  Montmartre , 19 / Paris

Lestonnat, ehemaliger Offizier auf Postdampfern und Mitglied des Conseil supérieur de la navigation maritime, veröffentlichte 1916 L’ABC de la guerre navale und befaßte sich auch in seiner weiteren schriftstellerischen wie journalistischen Laufbahn mit maritimen Themen.

Unterteilt  in

Zeugnisse von Schriftstellern aus dem Zeitalter von Christoph Columbus – Diplomatische Korrespondenz – Archivarische Dokumente und andere Zeugnisse – Autogramme von Christoph Columbus; Akten von ihm, seinen Angehörigen und Nachkommen. – Die faksimilierten Dokumente jeweils mit Transkription und span.-frz. Übersetzung.

Christoph Columbus

An Kolumbus’ Ruhm wollten seit alters her viele teilhaben, die einen unmittelbar und nicht zuletzt an seinen wenngleich teilweise nur auf dem Papier bestehenden Einkünften und Titeln, die anderen sich wenigstens das Privileg der Geburtsstätte sichern. So erheben oder erhoben neben Genua noch etliche andere italienische Städte Anspruch auf Kolumbus. Aber auch Katalonien und Portugal wollen nicht zurückstehen.

Ebenso umstritten die Herkunft aus der Familie eines Wollwebers. So wird Kolumbus in der 1571 in Venedig auf Kosten eines Genueser Patriziers gedruckten, dem Sohn Fernando zugeschriebenen Historie del S. D. Fernando Colombo; nelle quali s’ha particolare, & vera relatione della vita, & de fatti dell’Ammiraglio D. Cristoforo Colombo, suo padre, deren Original indes nicht erhalten ist, als Sproß italienischen Adels beschrieben:

„ Eine zweite Phase in der Entwicklung der ‚Streitfragen‘ … begann wenige Jahre nach der Veröffentlichung der ‚Historien‘ Fernandos. Diese Phase war … von großem Einfluß im 19. Jahrhundert. Der Anlaß der Kontroverse ist ein Interessenstreit: Als die direkte Nachkommenschaft des Admirals erloschen war, stritten sich einige oberitalienische Familien mit dem Namen Kolumbus um die Ansprüche auf die Nachfolge im Amte und vor allem auf die Einkünfte des indischen Admiralates. Zuerst nützte man offenbar die Ungenauigkeit und gewisse Andeutungen der ‚Historien‘ aus. Schließlich einigten sich die verschiedenen Anwärter – aus Curraro im Monferrato und Cogoleto im westlichen Ligurien – indem sie einen Einheitskandidaten in der Person des Bernardo Colombo aufstellten und zu diesem Zwecke Stammbäume fälschten und Beweismaterial beischafften. Nach ein paar Jahren … gaben die spanischen Gerichtshöfe ihr Urteil ab: Die Ansprüche der angeblichen italienischen ‚Verwandten‘ wurden abgewiesen und ihre Beweise als ‚falsch‘ erklärt. Das Columbus-Majorat wurde den Nachkommen aus weiblicher Linie übertragen, wie es im Testamente des Admirals vorgesehen war. Bei dieser Gelegenheit wurde Dokumentenfälschung und -verwirrung in großem Stile betrieben, im Hinblick auf ein ganz bestimmtes und sehr verlockendes Ziel: den Erwerb einer großen Erbschaft. Es ist klar, daß die Anwärter alles Interesse daran hatten, die Genueser Dokumente – die ja, wie gesagt, zum Teil schon damals bekannt waren – nicht ans Licht zu ziehen, weil diese die Zugehörigkeit des Columbus zu Genua und seine Abstammung aus einer Handwerker-Familie sowie andere Umstände, die der These der Linien Cuccaro-Cogoleto widersprechen (da diese Familienadel und Herkunft aus Cogoleto voraussetzten) bewiesen und auch heute noch beweisen …

„ Es blieben in den Aktenbündeln des langatmigen Prozesses verschiedene Schriftstücke, welche nicht der ursprünglichen Absicht der Advokaten gedient hatten, aber dann zwei Jahrhunderte später den Polemikern reiches Material boten …

„ (Wir stehen) auch in unsern Tagen … der merkwürdigen Tatsache gegenüber …, daß man die Genueser Herkunft des Entdeckers zwar anerkennt, aber nur ‚bedingterweise‘. Man bedenkt nicht, daß auf diesem Gebiete jede Einschränkung das Dokument, das als solches entweder ganz angenommen oder ganz abgelehnt werden muß, vernichtet oder doch mit einer unverantwortlichen Ungewißheit umgibt …

„ Die Nachrichten, die wir über Columbus besitzen, sind unendlich zahlreicher und sicherer als die über Dante, Bacon, Shakespeare, um nur diese drei ganz Großen zu nennen … “

(aus der Einleitung der engl.-dt. Ausgabe).

« Una segunda fase … de las “discusiones” surgió pocos años después de la publicación de las mismas “Historie” fernandinas. Esta fase … tuvo una influencia muy notable durante el siglo XIX. El motivo de la controversia se debe a un conflicto de intereses. Habiéndose extinguido la descendencia directo del Almirante, algunas familias Colombo del norte de Italia, en mutua competición, alegaron pretensiones a la sucesión del cargo, sobre todo al infantado del Almirantazgo de las Indias. En un primer tiempo aprovecharon evidentemente de la imprecisión y de ciertas alusiones a las “Historie”. Después los varios pretendientes – de Cuccaro, en el Monferrato, y de Cogoleto, en la Liguria occidental – acabaron por ponerse de acuerdo, interpolando árboles genealógicos y amañando también testificaciones ; y presentaron al pretendiente típico en la persona de un cierto Bernardo Colombo. Después de algunos años de litigo los tribunales españoles habían sentenciado. Las pretensiones de los presuntos “parientes” italianos habían sido rechazadas y sus testimonios y pruebas considerados falsos. El “Mayorazgo” de Colón fué transmitido a sus descendientes de parte materna, como estaba previsto en los testamentos de Almirante. Fué en esa ocasión que la falsificación y la confusión de los documentos se efectuó en vasta escala con propósito muy atrayente y bien definido : la adquisición de una considerable herencia. Y es evidente que los “pretendientes” tenían todo el interés de dejar en la sombra los documentos originales genoveses, en parte también entonces, como se ha dicho, conocidos. Pues éstos probaban, como lo prueban todavía, el nacimiento genovés de Colón, miembro de una familia de artesanos, y otras circunstancias incompatibles con la “tesis” de las ramas Cuccaro-Cogoleto, las cuales presuponían nobleza de ascendientes y origen cogoletano …

« Quedaban en el rollo de esta larguísima causa los diversos escritos, esto es, las conclusiones que no habían servido al intento primitivo de los abogados, las que dos siglos después suministraron amplio material a los polemistas …

« Lo cierto es que aun en nuestros días … asistimos al hecho muy curioso del reconocimiento de la ciudadanía genovesa del Descubridor, pero “sub conditione”. Ignorando que en semejante materia toda reserva destruye, o por lo menos deja en una incalificable incertinumbre el documento que, como tal, debe ser íntegramente aceptado y reconocido, o íntegramente rechazado …

« (L)as noticias que poseemos acera de Colón son infinitamente más numerosas y seguras que las halladas por los historiadores acera de Dante, Bacon y Shakespeare, por citar tan sólo estos tres genios … »

(de la introducción).

« Une seconde phase … de la question des origines eut lieu un peu après la publication des « Historie ». Cette phase devait avoir une influence considérable sur la littérature du XIXme siècle … La controverse débuta sous la forme d’une question d’intérêt. À l’extinction de la descendance directe masculine de l’Amiral, certaines familles Colombo, de l’Italie septentrionale, avancèrent leur prétentions à l’ « Almirantazgo de las Indias » surtout en vue des apanages qu’il comportait. Ces familles voulaient profiter évidemment de l’imprécision de certaines allusions des « Historie ». Ensuite, les différents prétendants – les Colombo de Cuccaro en Monferrato et de Cogoleto en Ligurie occidentale – finirent pour se mettre d’accord, moyennant de grossières interpolations généalogiques et de prétendus témoignages. Ils présentèrent même un prétendant « typique » en la personne de Bernardo Colombo. Les litiges traînèrent pendent quelques années, mais enfin les tribunaux d’Espagne rendirent leur jugement. Toute prétention des soi-disants « parents » italiens était repoussée et leur preuves taxées de faux. Le « Mayorazgo » de l’Amiral passait donc à sa descendence féminine ainsi que les dispositions testamentaires du Fondateur le réquéraient. Ce fut pendant cette période judiciaire que les fraudes eurent un emploi courant en vue d’un but bien défini, soit l’acquisition d’un vaste héritage. Il est certain, par conséquent, que les « prétendants » avaient tout l’intérêt à laisser dans l’ombre la documentation génoise – déjà connue alors – puisque cette documentation prouvait, comme elle le fait encore aujourd’hui, l’origine strictement génoise de Colomb et le fait d’appartenir à une famille d’artisans ainsi que d’autres circonstances incompatibles avec la « thèse » Cuccaro-Cogoleto, étayée sur la noblesse des Colombo et la provenance de Cogoleto …

« Del ce ong procès, des pièces restèrent : conclusions, témoignages contraditoires, qui, devenus inutiles pour les avocats, deux siècles plus tard devaient fournir un vaste matériel aux polémiques …

« Même de nos jours … nous assistons encore à ce phénomène de l’origine génoise de Colomb admise « sous condition ». Pourtant il est évident que toute réserve détruit ou du moins infirme les documents. Or ceux-ci, nous le répétons encore une fois, on les accepte tels qu’il sont, ou on les rejette …

« (L)es informations que nous possédons sur Colomb sont infiniment plus nombreuses et plus sûres que celles rapportées par les historiens au sujet de Dante, Bacon et Shakespeare, pour ne citer que trois grands noms … »

(de l’introduction).

Mag nun auch das angestrebte Ergebnis der Untersuchung bei der Auswahl der Dokumente zu sehr die Hand geführt haben, mögen auch Unzulänglichkeiten in der Präsentation zu beklagen sein wie das Fehlen eines Registers oder Ungereimtheiten in Quellenangaben – derlei auch in unseren Tagen selbst bei an ein weniger breites Publikum gerichteten wissenschaftlichen Publikationen wie Rezensionen immer wieder anzutreffen – , so kommt auch ein gesamthaft überaus kritischer seinerzeitiger Rezensent nicht umhin, vorliegende Versammlung nicht allein als die vielleicht beachtenswerteste, sondern auch als gegenüber ihren Vorgängern ihrem Ziel näherkommende zu qualifizieren und ihren Wert als Referenzwerk und Zusammenstellung

Monleone + Pessagno, Cristóbal Colón / Christophe ColombMonleone + Pessagno, Cristóbal Colón / Christophe Colomb

hervorragend  faksimilierter  dokumentarischer  Belege

festzustellen:

„ Die frühen Schreiber über Christoph Columbus versuchten nicht nachzuweisen, wo er geboren wurde. Sie erklärten einfach, daß es Genua in der Provinz Ligurien, Italien, war. Spätere Historiker und Biographen stellten diese Behauptung in Frage. Alle Versuche, es zu beweisen, sind gescheitert. Der vorliegende ist vielleicht der bemerkenswerteste, nicht allein weil er dem Erfolg ein wenig näher kommt als die Vorgänger, sondern weil es der am sorgfältigsten ausgeführte ist … hat diesen Band hervorgebracht … um zu beweisen, nicht wo Christoph Columbus geboren wurde, sondern daß er in Genua, Italien, geboren wurde …

„ Es wird hauptsächlich als Referenzwerk benutzt werden. Trotz der Verstümmelung der Dokumente und der Schwierigkeit, sich zurechtzufinden,

ist  es  eine  nützliche  Zusammenstellung  von  dokumentarischen  Unterlagen .

Als Nachweis, daß der Entdecker Amerikas in der Stadt Genua geboren wurde, ist es monumental gescheitert “

(John Biglow in The Hispanic American Historical Review, Bd. 13, Nr. 2 [Mai 1933], SS. 204-212).

Um bei aller in ihrer Art gleichermaßen monumentalen Kritik im übrigen mit Hinblick auf die identisch ausgestattete engl.-dt. Ausgabe per Fußnote fortzufahren:

„ Die  Faksimiles  der  Dokumente  sind  hervorragend

und mit Sorgfalt eingebunden. Ferner gibt es viele Faksimiles von Titelseiten. “

Monleone + Pessagno, Cristóbal Colón / Christophe Colomb: Genua

Auch wenn heute Kolumbus’ Genueser Herkunft generell anerkannt wird und Allgemeingut ist,

der  Kampf  um  Kolumbus  geht  weiter .

So wenn in jüngster Zeit der Initiator der spanischen Untersuchungskommission, die zunächst die Authentizität seines Grabes sowohl in Spanien als auch der Dominikanischen Republik – welch letztere eine Öffnung allerdings nicht zuließ – zu belegen suchte, lt. Pressemitteilung erklärt, die zu einer genetischen Untersuchung aufgeforderten (italienischen) Träger des Namens Colombo zeigten sich im Gegensatz zu den spanisch-katalanischen Coloms wenig kooperativ:

„ Die Leute, deren Nachname Colombo ist, sind weniger kooperativ als die Coloms in Spanien “

(AP, 20. Mai 2006).

Mag auch mancher nicht erst heute, nach mehr als 500 Jahren, den Disput um Kolumbus’ Herkunft im weiteren wie engeren Sinne als eher kleinlich empfinden, so lädt anstehendes Monumentalwerk doch ein zu lustvoll-eingehender Beschäftigung

mit  dem  Mann  welchem  und  seiner  Tat + Zeit .

Angebots-Nr. 28.915 / EUR  1100. / export price EUR  1045. (c. US$ 1139.) + Versand

Monleone + Pessagno, Cristóbal Colón / Christophe Colomb: Juan de La Cosa-Karte von 1500