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„ … erprobte  zum  erstenmal  den  Nutzen  der  beweglichen  Signale “

„ Nederlands  laatste  zeeheld “

in  prominentem  Dedications-Exemplar

Kinsbergen – Hall, M(auritz) C(ornelis) van. Het Leven en Karakter van den Admiraal Jhr. Jan Hendrik van Kinsbergen. – Bijvoegselen tot den eersten Druk van het … uit den tweden Druk verzameld. 2 Bde. Mit 2 Frontispizen in Stahlstich als seinem Dreiviertel-

Jan Hendrik van Kinsbergen

Porträt  nach  Charles Howard Hodges + dem  Sarkophag

in de Nieuwe Kerk te Amsterdam, ersteres gestochen von Johannes Philippus Lange (1810 Amsterdam 1849), sowie 7 lithograph. Tafeln mit 70 Signatur-Wiedergaben. Amsterdam, Joh. Müller, 1841-1843. Gr.-8°. XXVI SS., 1 Bl., 340 SS., 1 Bl. Errata; 38 SS. Grün OBrosch. mit Bordüre auf beiden + Vignette auf Rückumschlag. Unbeschnitten.

Von  illustrer  Provenienz  begleitete , Sr. Kgl. Hoheit Willem Frederik Hendrik, Prinse van Oranje-Nassau, Kapitein ter Zee, in Dienst van zijne Majesteit den Koning der Nederlanden gewidmete

SELTENE  ERSTE  AUSGABE

DER  OFFIZIELLEN  KINSBERGEN-BIOGRAPHIE

wie als solche auch von Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl., IX, 744 geführt, gedruckt von C. A. Spin auf N Pannekoek-Papier fürs weit über 100jährige Verlagshaus Johannes Müller.

Und hier denn zusammen

Jan Hendrik van Kinsbergen: Supplement

mit  dem  besonders  raren  Supplement-Separatum ,

letzteres als

Dedikation für Johannes Tiberius Bodel Nijenhuis

Present  Exemplaar  für  Johannes Tiberius Bodel Nijenhuis

(Amsterdam 1797 – Leiden 1872; Jurist, vor allem aber Geograph und seit 1821 Teilhaber des ihm verwandtschaftlich verbundenen, 1683 gegründeten Leidener Verlagshauses Luchtmans, das 1848 auf den langjährigen Mitarbeiter Evert Jan Brill überging und als Koninklijk Brill NV noch heute weltweit floriert), dessen gewaltige Cartographica-Sammlung als

Bodel Nijenhuis Collection  in  der  Universitäts-Bibliothek Leiden

fortlebt, indes seine nicht minder reiche Bibliothek in 5 Auktionen der Jahre 1873/74 dem Markt zurückgegeben wurde. Unter Aussonderung aber seiner innerhalb der 5. Auktion vorgesehenen, 8500 Graphiken + 59 Zeichnungen umfassenden Niederländischen Porträt-Sammlung, die sich das Prentenkabinet der Universität im letzten Augenblick noch vorab sicherte. Siehe Lugt 268, 1665 + 3006.

Dedikationszettel

Die Zueignung findet sich per Druck „PRESENT-AFDRUK VAN DEN SCHRIJVER“ und hs. „Den Wel(delen?) Heere Mr Bodel Nijenhuis te Leyden / Present Exemplaar“ auf 2 Blatt, montiert auf das halbierte vordere Vorsatzblatt. Auf letzterem 1845er Besitzeintrag.

Frontispiz des Hauptbandes außerhalb des Admiral-Stiches ganz schwach stockig und mit schwachem Wasserrand oben, das des Supplements außerhalb des Sarkophag-Stiches generell stockig. – Seiten 81/84 unaufgeschnitten, 91-104 mit Eselsohr im breiten weißen Unterrand. Der Rückenbezug von Bd. I mit Ausfällen namentlich an den Kapitalen, doch fest auf der Bindung.

VAN KINSBERGEN (Doesburg/Gelderland 1735 – Apeldoorn 1819, Sohn des deutschstämmigen Jan Henrich K. und Enkel von Adam Ginsberg in Salchendorf [Neunkirchen] bei Siegen)

„ trat im 15. Jahr in den Marinedienst und stieg schnell zum Vizeadmiral. Beim Ausbruch des Kriegs zwischen der Pforte und Rußland 1771 trat er in die Dienste der Kaiserin Katharina II. und erhielt von derselben das Kommando über ein Geschwader im Schwarzen Meer. Dort schlug er im September 1773

durch  damals  noch  neue  Flottenbewegungen

die an Stärke bei weitem überlegene türkische Flotte und

erprobte  zum  erstenmal  den  Nutzen  der  beweglichen  Signale .

Sein Entwurf über die Erbauung von Kanonenbooten sowie eine Denkschrift … über die freie Schiffahrt auf dem Schwarzen Meer … bekunden ihn als tüchtigen Diplomaten und Seemann … kommandierte 1781 eine Abteilung der Flotte des Admirals Zoutmann und kämpfte tapfer bei der Doggersbank gegen die Engländer. Bei den Einfällen der Franzosen in Holland 1793 und 1794 waren es Kinsbergens Pläne zur Verteidigung des Moordyk und des Zuidersees, welche die Fortschritte der Feinde einige Zeit aufhielten … trat später in dänische Dienste. 1806 nach Holland zurückgekehrt, ward er von König Ludwig zum Grafen (von Doggersbank) und 1811 von Napoleon zum Senator ernannt.

Holland  verdankt  ihm  die  Gründung  der  Marineanstalt  zu Amsterdam ,

der Taubstummenanstalt zu Groningen, der Akademien zu Utrecht und Harderswijk und mehrerer andern wohlthätigen Stiftungen.

Auch  seine  Schriften  über  Seewesen  und  Seekriegskunst  werden  geschätzt .

Er war Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften … Vgl. die Biographie von van Hall [Amsterdam 1841] “ (Meyers, a. a. O.).

„ (Und) in seinem Testament hatte Kinsbergen unter anderem verfügt,

dass  die  bedürftigen  Nachkommen  seines  Großvaters  Adam Ginsberg ,

die ohne Verschulden in Not geraten waren, aus den Zinsen seines Vermögens auf Antrag eine Unterstützung erhielten. (Erst) Nach dem letzten Krieg wurden die Zahlungen eingestellt “

(Wikipedia).

Und so ehrte die Gemeinde Salchendorf im Siegerland den indirekten großen Sohn mit Gedenkstein und Straße ebenso wie sich Kinsbergen Straats im Haag, Amsterdam und noch sonstwo finden. Die niederländische Marine aber benannte mehrere ihrer Schiffe nach ihm. Und

„ Der Komponist Johann Wilhelm Wilms (Witzhelden 1772 – Amsterdam 1847; ‚Sein Stil … weist Parallelen zu Ludwig van Beethoven auf … gilt als wichtigster niederländischer Komponist seiner Zeit. Große Bekanntheit erlangte Wilms durch das Lied Wien Neêrlands Bloed, das zwischen 1815 und 1932 die Nationalhymne der Niederlande war‘) hat seine ‚Chants nationaux‘ für Klavier für ihn verfasst. Das im Verlag H. C. Steup (Amsterdam) mit der Plattennummer 191 veröffentlichte Werk enthält auf dem Titelblatt folgenden Text:

‚Chants nationaux selon le Programme de Son Excellence Mr le Lieutt. Amiral J. H. de Kinsbergen,

Grand Croix de differens Ordres en Europe etc. etc. etc. Composés et variés pour [Pianoforte] par J. W. Wilms, Membre de l’Institut royal des Pays-Bas‘ “

(Wikipedia).

Jan Hendrik van Kinsbergen / Sarkophag

Unvergessen  geblieben  im  übrigen  bis  hin  zur  Literatur  der  Gegenwart  wie

R. B. Prud’homme van Reine. Jan Hendrik van Kinsbergen 1735–1819. Admiraal en Filantroop. Amsterdam, De Bataafsche Leeuw, 1990 (ISBN 90-6707237-0) +

Marie-Josèphe Furet-Ginsberg. Jan Hendrik van Kinsbergen (1735–1819) (Magisterarbeit Universität Clermont-Ferrand). Deutsche Ausgabe hrsg. vom Heimatverein Salchendorf e.V., 57290 Neunkirchen, o. J.

Angebots-Nr. 28.949 / EUR  560. / export price EUR  532. (c. US$ 615.) + Versand