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Küstenschutz

—  keen  nich  will  dieken , de  mutt  wieken  —

im  einst  Hamburger  Amte  Ritzebüttel

(Wiebeking, Karl Friedrich von, Wollin 1762 – München 1842). Der Küstenverlauf der  Elbe  von Grodenstack über Cuxhaven bis nordwestlich Kugelbake. Mit

Wiebeking, Profil alte Steinkisten (Cuxhaven)

6  großen  Detaildarstellungen

zur Vorlandbefestigung sowie dreifachem Maßstab. Von 2 Platten gedruckter Kupferstich. 44,4 x 72 cm.

Plattenrand oben + unten jeweils ca. 4,5 cm breit. – Kaum bemerkbare Bugfalte am linken Bildrand. – Die Seitenränder unbeschnitten. Der rechte Rand von der Montage her etwas wellig und quetschspurig. Vereinzelte kleine Einrisse im Papierrand säurefrei hinterlegt.

Herausragende  Spezialkarte , neben der genauen kartographischen Darstellung des Verlaufs der verschiedenen Deiche – Steinmarner , alter + neuer (von 1741) Döser Seedeich sowie alter + neuer Neuenfelder Deich nebst zugehörigen Sielen , Lahnungen , Watten und Vorländern – von besonderem Interesse die

ebenso  instruktiven  wie  dekorativen  Darstellungen

Wiebeking, Neue Steinkisten + Ziegelböschung (Cuxhaven)

verschiedener  Maßnahmen  des  Böschungsschutzes ,

so Profil der Steinkisten im alten Zustande – Steinkisten im neuesten Zustande – Profil der Ziegelböschung – Das Parabelwerck – Die Sinusböschung – Steindosierung am Neufelder Deich .

Wiebeking, Cuxhaven/Kugelbake

Deren jeweilige Verwendung zum Schutze des Vorlandes ebenso wie die Lahnungen im Watt in der Karte gesondert vermerkt. Darüberhinaus mit Baken, Leuchtfeuern und Landmarken wie Windmühlen und Häusern. Unter letzteren namentlich bezeichnet das Ritzebütteler Schloß – am Unterrand mit hierauf bezogenem Meridian und angedeutetem Breitenkreis – sowie das Quarantainehaus an der Kugelbake. Watten, Sände, Wiesen und Sumpfland mit jeweiliger Kennung.

Wiebeking, technisch ebenso vielseitig gebildet wie darüberhinausgehend geschichtlich interessiert, fand 1788 in Düsseldorf seine erste Stellung als Wasserbaumeister des Großherzogthums Berg, wechselte jedoch bald in hessische, österreichische und schließlich bayerische Dienste, um sich bereits 1818 aus dem Alltagsgeschäft zurückzuziehen und ganz seinen Schriften zu widmen. Indes lag

„ der Schwerpunkt seines Wirkens … unzweifelhaft auf dem Gebiete des Wasserbaues … (Er) verlangte die Schaffung hydrotechnischer staatlicher Versuchsanstalten … Der Kartographie wurde von W. sehr viel Zeit zugewendet … “

(ADB LV, 659 ff.).

Wiebeking, Alte Liebe (Cuxhaven)

Und Zögner, Kartenschätze, S. 157 :

„ … eine der fähigsten und produktivsten Persönlichkeiten des Kartenwesens seiner Zeit u. zugleich bekannter Wasser- u. Straßenbaumeister. “

Importante Arbeiten bildeten u. a. die Anlage eines neuen Hafens für Lindau sowie die erste größere Isarkorrektur nahe Münchens. Daneben Gutachten zu Überschwemmungsschutz und Anlagen von zwei Häfen in St. Petersburg, zur Verbesserung der Hafenverhältnisse Venedigs, Triests und Nieuwendieps in Holland. Den Bau des Ludwigs-Kanals lehnte er indes aus tiefer Überzeugung und in der Einsicht des Vorteils der aufkommenden Eisenbahnen ab. Hiesige Karte nun

die  seltene  Gelegenheit

Wiebeking, Parabelwerk (Cuxhaven)

zur  Vergegenwärtigung  des  hochinteressanten  Deichbaues

Wiebeking, Steindosierung am Neufelder Deich (Cuxhaven)

neuzeitlicher  Prägung  im  Hamburgischen .

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