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Die Rugendas-Briefe
Johann Moritz Rugendas’
erste Brasilien-Reise
1821-1825
 

marine niemeyer

- seit 1992 -

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Mit  der  ganzen  Fülle  der  friesischen  Inseln ,

der  Halligen  +  Sände .

Sylt – Amron – Fora – N. Strant – Wangeroogh – Spikeroogh – Langeoogh – Baltrum – Norderny – Iuyst – Borcum – Schiermonnikoog – Amelande – Der Schelling – Vlielande – Texel

Carte de la Mer d’Allemagne, Contenant les Bancs Isles et Costes Comprises depuis Bergen et les Isles Schetland jusque au Pas de Calais. Mit zwei Windrosen, 5fachem Längenbezug sowie engl., franz. und deutschem Meilenzeiger. Kolor. Seekarte in Mercatorprojection 1 : 1,55 Mill. in Kupferstich von Herman van Loon. (Paris, Imprimerie Royale, 1693). Bezeichnet. 61,2 x 85,9 cm.

Vgl. Koeman M. Mor 1, 5 + Phillips 517 + 2848. – Auf besonders festem Bütten mit großem figürl. + mehrzeil. typogr. Wzz. – Vereinzelte winzige Randeinrisse namentlich in den breiten weißen Seitenrändern sowie zwei stecknadelkopfkleine Löcher in Bugnähe am oberen Kartenrand säurefrei hinterlegt. Hier auch ein 28 cm ins Bild hereinreichender V-förmiger, in Tönung + Form indes nur wenig bemerkbarer, da weitgehend den Küsten- bzw. Kompaßlinien (Loxodrome) folgender Wasserrand. In der unteren Kartenhälfte unbedeutende vom Druck herrührende Quetschfalten. Ansonsten von unverbrauchter Frische, wie denn schon Koeman zum gesamten Neptune konstatiert:

„ Its charts are larger and more lavishly decorated than those of any preceding book of this kind … This magnificent work was intended more as show-piece than something to be used by the pilots at sea. “

Die Nordseekarte des Neptune françois – dem größten + schönsten Seeatlas

aus , natürlich , der  Zeit  des  Sonnenkönigs 

im Abdruck von der französischen Originalplatte mit dem von drei Lilien geschmückten Anker-Signet des 1720 gegründeten Depot des Cartes et Plans de la Marine, das die Platten des Neptune françois 1751 übernommen hatte (Lex. d. Kart. Bd. C2, S. 734) und dem Preisvermerk „trente Sols“. Auf der gleichzeitigen Amsterdamer Kopie Pieter Mortiers erschien an Stelle von Signet und Preis dessen „Faite par Ordre du Roy, à Paris 1693“, alle späteren Ausgaben tragen Mortiers eigene Adresse.

Eine der Windrosen mit der Sonne Ludwigs XIV. – Unter den Sänden herausragend die Doggerbank, besonders instruktiv aber die von zahlreichen Tiefenangaben erschlossene Darstellung der Watten Nord-, Ost- und Westfrieslands sowie der Sände im Kanal, dem Mündungsgebiet der Themse und in The Wash. – Die norwegische Küste von etwa Nordfjord auf 62° nördl. Breite bis zum Oslofjord, die dänische noch mit Skagen und Randers im Kattegatt + natürlich der Insel Romö („Rom“). Und weiter mit der

Urlaubs-Insel-Kette

als da gegenwärtige + zurückliegende Rundum-Wohlfühl-Tage aufleuchten , Faulenzen + Happiness auf

SyltAmron – Fora (Föhr) – N. Strant – Wangeroogh – Spikeroogh – Langeoogh – Baltrum – Norderny – Iuyst – Borcum – Schiermonnikoog – Amelande – Der Schelling – Vlielande – Texel

Die westfriesische Inselgruppe angeführt von der wohl untergegangenen „I(le). Bosch“ + „Rottum“ , letzteres heute als drei Naturschutz-Inselchen pur. Ansonsten deutscherseits Elbe und Weser bis Hamburg bzw. Bremen + Delmenhorst, aufgefächert von „Detzbull“ (Dagebüll) , „Hudstede“ (Hattstedt) , Husum „Busen“ (Büsum) . Heyde , Meldorp , Marne , Brunsbüttel , Brockdorp , Gluckstad , Wedel , Stade , Freibourg , Oldenbrug + Ritzsembutel als heutiges Cuxhaven wie „Carelstat“ als Bremerhavens Wiege .

Holländischerseits die gesamte Zuyderzee und weiter über Zeeland einschließlich Antwerpen bis Cap Gris-Nez. Die englische Ostküste von den Orkneys über Cape Strathy – Dornoch – Firth of Forth bis hinauf nach Stirling – die Themse bis London sowie die Kanalküste bis etwa Hastings. Also kurz:

Eine  klassische  Karte  hiesiger  Gewässer . Instruktiv + großartig  zugleich .

Angebots-Nr. 28.019  /  Preis auf Anfrage