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Adäquat  zeitgenössisches  kartographisches  Dokument

der

monumentalen  Tat

Diogo Ribeiro’s 815 x 2140 mm messendes nautisches Weltkarten-Manuskript von 1525 – als Geschenk Kaiser Karls V. an Graf Baldassare Castiglioni die sogenannte Castiglioni-Planisphären-Karte –  als Wiederspiegelung nicht zuletzt der

Diogo Ribeiro, Magellan-Straße auf seiner Carta del navegare universalissima

ersten  Weltumrundung

durch Magellan (Fernão de Magalheas) bzw. dessen Crew (1519-1522) nach dem Reisebericht Antonio Pigafetta’s als eines der 18 (von 270) Überlebenden sowie der speziell nordamerikanischen Erkundungen des auf eigene Faust weiter operierenden abtrünnigen und 1521 nach Spanien zurückgekehrten Crew-Mitglieds Esteban Gómez (Estevão Gómes). Hier denn deren spektakuläre vollständige

Diogo Ribeiro, Carta del navegare universalissima

erstmalige  Wiedergabe  im  Originalformat (!)

per  ungefalteter  Aufrollung  in  Design-Box

Ribeiro, Diogo (auch Diego Ribero, Rivero, Robeiro, gest. 1533). Carta del navegare universalissima et diligentissima (Planisfero Castiglioni). Aus vier Teilen zusammengesetztes Manuskript auf Pergament. 1525. 815 x 2140 mm. FACSIMILE auf Papier IN ORIGINAL-FORMAT + ORIGINAL-FARBE/TON auch der Rückseite, aufgerollt in trapezförmiger roter Präsentations-Kassette mit Titelprägung + farb. Windrose + Kommentarband (gr.-8°) mit histor.-wissensch. Analyse in Italienisch nebst Zusammenfassung in Englisch (auf Wunsch in Spanisch) + Transkriptionen von Ernesto  Milano + Annalisa Battini. 2001/02.

Eins  der  weltweit  nur  499  numerierten + zertifizierten  Exemplare .

IMAGO MUNDI XI, 53-55 + XVI, 76-83 (Armando Cortesão, Note on the Castiglioni planisphere nebst Falttafel als erstmaliger Gesamtabbildung nach lediglich 1892er Wiedergabe des amerikan. Teils durch Vittorio Bellio, 1954; bzw. L. A. Vigneras, The Cartographer Diogo Ribeiro, 1962). – S. auch I.M. XXIII, 77-79 (G. Furlong, A Map of Juan Sebastián del Cano, 1969).

Das  Weltbild  jener  frühen  Tage

auf der Suche nach neuen, sprich kürzeren und damit das Kap der Guten Hoffnung vermeidenden Seerouten nach namentlich den 1512 von den Portugiesen entdeckten Molukken als den heißbegehrten Gewürzhöhlen für die Alte Welt, indes sich die amerikanische Ostküste von Reise zu Reise weiter erschloß.

Diogo Ribeiro, Carta del navegare universalissima

Spanisches kartographisches Sammelbecken all dieser neuen Fakten + Daten zu Diensten der überseeischen Interessen war im Rahmen der 1503 von Isabella der Katholischen in Sevilla als kosmographisches und administratives Zentrum begründeten Casa Contratación die 1508 von Ferdinand dem Katholischen etablierte Padrón Real als laufend aktualisierter Standardkarte, deren Inhalt Ribeiro’s Karte letztlich entspricht, sei es als Kopie oder durch sie inspiriert.

Ribeiro – „one of the most famous of the pilots-major of Castille“ (Furlong) – , gleich Magellan gebürtiger Portugiese in spanischen Diensten (ab 1518/19), scheint in jungen Jahren selbst zur See gefahren zu sein, berichtet wird dies zumindest als unter dem Kommando von Pero Affonso d’Aguinar, der als Kapitän im Verband von Vasco da Gama (1502) gedient hatte. Seit 1523 war er Erster Kosmograph der Casa Contratación. Und 1524 wurde er als Berater der spanischen Delegation hinzugezogen, die in Vitoria als gegenwärtiger Residenz Karls V. mit den Portugiesen streitig über den Besitz der Molukken verhandelten. Denn so desaströs die Magellan-Expedition auch geendet zu haben schien, so hatte deren einziges zurückgekehrtes Pigafetta-Schiff doch eine solche Fülle wohlriechender Reichtümer angelandet, das zu neuer Expedition ermunterte. Was die Portugiesen nicht kalt ließ. Interessant in diesem Zusammenhang indes lediglich, welch geringe Meinung der Verhandlungsgegner von den spanischen Marine-Kollegen hatte – ausgenommen Ribeiro („Their pilots are without any credit except Ribero“, so Francisco de Mello an seinen König Joáo III.) Und speziell für die amerikanische NO-Küste stützte sich auch de Oviedo in seiner 1535er Historia General de las Indias auf Ribeiro’s Karten, denn „he was given much credit in his profession“. So zeigt seine vorliegende Weltkarte denn auch

als  erste  die  Tierra de Esteban Gómez  als  dem  Gebiet

zwischen  dem  Delaware + Nova Scotia .

Letzterer war im August 1525 von neuer Fahrt zurückgekehrt, auf der er ansonsten die gesuchte NW-Passage ebenso verfehlt hatte wie das Erreichen der Gewürzinseln. Daß die 1525er erste der Ribeiro-Weltkarten von diesem selbst stammt und nicht von Assistenten, verraten eingeflossene Namenvariationen in dessen portugiesischer Muttersprache. Neben zahlreichen Windrosen mit nautischem Gerät bereichert, dokumentieren Fähnchen und farblich unterscheidende Küstenlinien die Aufteilung der neuen Entdeckungen unter Spanien + Portugal.

Diogo Ribeiro, Carta del navegare universalissima

Deren Geschenk an den Mantuaner Grafen Baldassarre von Castiglione/i (Staatsmann + Schriftsteller, zeitweiliger Gesandter Papst Clemens’ VII. am kaiserl. Hof in Spanien; 1478-1529), seitens wohl Karls V. und vermutlich gelegentlich dessen Vermählung mit Isabella von Portugal 1526. Wie jener sich auch sonst des letzteren Gunst erfreute bis hin zur Übertragung des reichen Bistums von Avila. Sein bleibendes Verdienst jedoch ist sein berühmtes Libro del cortegiano „eine in Gesprächsform abgefaßte Darstellung des Ideals eines Hofmannes (Venedig 1528), ein Meisterwerk eleganter und zierlicher Prosa“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., III, 855/I).

Hiesiger 1525er Karte folgten die Ribeiro-Weltkarten in Florenz (sogen. Salviati-Karte, wohl 1526 u. möglicherweise eine Arbeit von Nuño Garcia Torreño, Farbabb. Bagrow-Skelton, Meister der Kartographie, 1951, SS. 178/79), die Weimaraner von 1527 (B.-Sk. Taf. LXIV), zwei aus 1529 (Vatikan + Weimar, deren eine 1887 facsimiliert wurde) sowie die 1530er in Wolfenbüttel. Aus 1529 auch eine Afrika-Karte, der um 1532 eine Amerikas folgte.

Diogo Ribeiro, Carta del navegare universalissima

Bewußt verstand sich Ribeiro im übrigen als Globenmacher und Verfertiger nautischer Instrumente. Abschließender Höhepunkt dieser Tätigkeiten war die Entwicklung einer metallenen Schiffspumpe von nur doppeltem Gewicht aber 6facher Leistung gegenüber herkömmlichen, die bei ihrer endgültigen Praxiserprobung bei schwerem Wetter im Atlantik Schiff + Besatzung rettete. Da war Ribeiro gleichwohl schon zwei Monate tot. Und schon 1534 gelang es Vicente Barroso, die gleiche Leistung bei wieder leichterem Gewicht per Holzpumpe zu erzielen.

Weiterführend zu Ribeiro siehe Enciclopedia vniversal illvstrada Europeo-americana, 1905-1964, LI, 349 + Grande Enciclopédia portuguesa e brasileira, 1955-1959, XXV,  584. – Hier denn , noch einmal ,

seine  1525er  monumentale  erste  See-Weltkarte

erstmals  im  Originalformat

und  ungefaltet  gerollt  in  trapezförmiger  Design-Box  dazu .

Angebots-Nr. 28.881 / EUR  1070. / export price EUR  1017. (c. US$ 1176.) + Versand

Diogo Ribeiro, Carta del navegare universalissima