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PORTOLANI

–  3. Zeitabschnitt  in  der  Entwicklung  der  Kartographie  –

Hier  AGNESE’S  Manuskript-Atlas

der  Petersburger  NATIONALBIBLIOTHEK

als  Botschafter  kulturellen  Anspruchs  vor  470  Jahren

Agnese, Battista. Portolan-Atlas. Manuskript auf Pergament. 1546. Fol. 40 SS. Mit u. a. 3 doppelblattgroßen Miniatur-Tafeln +

13  doppelblattgroßen  sehr  detailreichen  Karten .

Faksimile im ORIGINALFORMAT und den ORIGINAL-FARBEN auf Papier, in Stärke, Struktur + Randbeschnitt, aber auch in der für Agnese typischen Rückseite-an-Rückseite-Kaschierung dem Pergament der Vorlage angepaßt. Mit illustr. Kommentarheft von Tamara P. Worona in der erweiterten Überarbeitung von Arthur Dürst (48 SS). 1993. Gold- + blindgepr. OLdr.-Bd. in Schuber.

Eines der 700 numerierten Exemplare für den deutschsprachigen Markt.

Das  wohl  kunstvollste  der  nur  etwa  30  signierten  Werke

(GesamtÅ“uvre etwa 70-80 Luxus-Atlanten als Auftragsarbeiten hochrangiger Persönlichkeiten wie Karl V. oder den Fuggern, davon nur „some with 10 or more maps“, Tooley) des als Nobel-Portolanverfertiger in Venedig wirkenden Genuesers Agnese (1514-1564). Seiner zeitlichen Einordnung entsprechend gehört anstehender Atlas zu der die Jahre 1542-1550 umspannenden

„ postkalifornischen  Gruppe “,

bei der das damals legendäre Kalifornien bereits als Halbinsel erscheint. Aber auch sonst spiegeln hiesige Karten den aktuellsten damaligen Kenntnisstand der Erdkunde wider. Gesamthaft stellen seine Atlanten aus heutiger Sicht eine Versammlung wertvoller historischer Sachkenntnisse dar. So war Agnese offenbar

der  erste , der  die  Entdeckungen  des  Cortes-Abgesandten

F. de Ullos  auf  Karten  wiedergab .

Ansonsten verbreitete er von Venedig aus die tonangebenden spanischen Vorbilder. – Inhaltlich hier u. a.

Die Neue Welt mit Pacific – Atlantik mit Afrika + Teilen Europas – Indischer Ozean mit den Küsten Afrikas und Süd-Asiens – Europa (ohne Spanien + Süd-Italien) – Spanien + Nord-Afrika samt Kanaren – Mittelmeer – Schwarzes Meer – eine hochdifferenzierte Italien-Karte , die als die beste ihrer Zeit gilt – Ägäis – Hl. Land – oval projektierte Welt mit der Route der Weltumseglung Maghellans .

Des weiteren je eine Tafel der Sonnendeklinationen und der Armillarsphäre, ein Zodiakal-Kalender, astronomische Angaben auf zwei Seiten sowie als für ein solches Werk untypische Hinzufügung drei doppelseitige mythologische tafelbildähnliche Gemälde eines unbekannten venezianischen Meisters:

Abreise  von  Iason  und  den  Argonauten

Schiffbruch  auf  hoher  See  mit  Poseidon  –  Atlas  mit  der  Erdkugel .

Obige Hinweise auf teils brandfrische Aktualität der Inhalte dieser

auftraggeberorientierten  Luxusausführungen

mögen verdeutlichen, daß die Karten grundätzlich praxisbezogen konzipiert und damit für den Verschleiß bestimmt waren. Erst ihre der Schönheit dienen sollenden Ausstattungs-Exemplare entzogen sich überlebensfördernd vielfach, doch keineswegs generell – erinnert sei an die Selbstverständlichkeit reich gestalteter Heckspiegel – dem Gebrauch an Bord. Mit anderen Worten: der Arbeit des Geographen folgte ggf. die des Illuminators. Der dann weisungsgemäß ggf.

„ 165  Personen  und  Tiere , 25  Schiffe , 100  Fische ,

140  Bäume  und … 340  Flaggen  (von)  Städten  und  Schlössern “

zu berücksichtigen hatte. Siehe hierzu Michel Mollet du Jourdain von der Académie de Marine einleitend zu Ronciere’s „Portulane – Seekarten des 13. bis 17. Jahrhunderts“, S. 33. Und

„ Ohne eine eigentliche Seekarte zu sein, liefert der Portulan einen ‚Katalog der einzuschlagenden Richtungen zwischen hervorstechenden Punkten‘ (L. Denoix). So spiegelt er die beobachtete Wirklichkeit und ist Zeuge einer Periode der abendländischen Kultur, die berufen war, ihren Gesichtskreis bis zu den fernsten Gebieten der Erde zu erweitern … Sie beruhte auf der Berechnung der Lage der Orte und der Entfernungen zwischen ihnen mit Hilfe … eines Systems nahe beieinanderliegender Windrosen … Eines der Verdienste der iberischen Kartographen, und nicht das geringste, war es, dank ihrer Erfahrung die Fehler der gleichgradigen Karten erkannt zu haben, in denen die Erdkrümmung und die Konvergenz der Meridiane nicht berücksichtigt sind … Die wichtigste Leistung der iberischen … Kartographen bestand also darin, ein Bild der jüngst entdeckten Gebiete geschaffen zu haben, das sowohl geographisch genau als auch wissenschaftlich so exakt wie möglich war … Battista Agnese verbreitete spanische Vorbilder. “

Dies denn Thematik + Umfeld des splendiden Agnese-Portolans von 1546. Als

eines  Botschafters  kulturellen  Anspruchs  vor  470  Jahren .

Angebots-Nr. 28.952 / vergriffen

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