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Goyen, Jan van (Leiden 1586 – Den Haag 1656). Das Kapuziner-Kloster am Kanal. Davor zwei abgetakelte Fischerboote am Ufer, deren mehrköpfige Besatzungen instruktiv beschäftigt sind. Ein drittes mit Luggertakelung in der Mitte des Wassers. Vom hügeligen jenseitigen Ufer grüßt eine wohl weitere Kirche mit abgeflachtem Turm und von der Ferne der Horizontlinie ein Vollsegler. Vorn links indes zwei von einem Köter bekläffte Mönche unter ihren schön gezeichneten spitzen Kapuzen, deren einer mit Rosenkranz. Zwei Mitbrüder sitzen unter einem Vordach in der Sonne, rechts von ihnen ein Schleifstein, zu dem bepackt einer der Bootsleute strebt. Vom Kirchendach oberhalb eines zusätzlichen kleinen Spitzturms aber hält Adebar aus einem künstlichen Nistaufbau Ausschau, wenngleich in die verkehrte Richtung. Denn der Partner fliegt vom Wasser her an, wie weiter zurückgesetzt in Linie drei weitere Großgefiederte. Ein mutmaßlicher Turmfalke schließlich auf einem Ausleger des Kirchturms. Kupferstich/Radierung von Jan de Visscher (Amsterdam um 1636 – nach 1692). Bezeichnet: I: van Goyen inventor. / I: de Visscher fecit. / 5. 12,4 x 20,4 cm.

Jan van Goyen, Kapuziner-Kloster am Kanal

Wessely 63; Le Blanc 58. – Vgl. Beck, van Goyen, Zeichnungen 859c. – Blatt 5 nach verschollener Vorlage zu der formatgleich im Gegensinn gearbeiteten 12blätt. „Vorzügl(ich) schöne(n) Folge“ (Weigel 947, 1838) von Kanal- + Dorflandschaften „Regiunculae amoenissimae eleganter delineatae“ nach van Goyen (Nagler 62; Wurzbach 60, jeweils Visscher), dessen „Bedeutung für die holländische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts, sein Rang als Künstler … so bekannt (sind), daß sie nicht Gegenstand dieses Buches sein sollen“ (Beck I, 1972, S. 11). Und Visscher seinerseits „lieferte … höchst schätzbare Blätter, sei es, dass er die Nadel allein führte, oder den Grabstichel in Verbindung brachte“ (Nagler 1850).

Etliche bildseits kaum wahrnehmbare schwache Stockfleckchen, sonst makellos mit 2-3 mm Rändchen um den seinerseits schönen weißen Plattenrand selbst. – Mit Schellenkappen-Wz., wie besonders begehrt, hier mit jeweils drei seitlichen Schellen und auch drei am verlängerten 4-Stab.

Klösterlich-thematisch noch verhältnismäßig frühe Darstellung als der Orden erst 1525 in Italien als ein Zweig der Franziskaner bei zugleich strengster Regel unter allen Kongregationen gestiftet war. Seine Ausbreitung erfolgte nur langsam, so 1573 nach Frankreich, 1592 nach Deutschland und erst seit 1619 wurden eigene Generale berufen. „Als burleske Volksprediger (Kapuzinerpredigten!) … und geschickte Bettler verspottet“ (Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., IX, 497), ist der hiesige Kläffer somit beziehungsreich ins Bild gesetzt.

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