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2009 gratuliert die Hamburger Kunsthalle
ihrerseits dem Gratulanten-Künstler
Backhuizen grüßt Stubbe
Janssen, Horst (1929 Hamburg 1995). Backhuizen grüsst Stubbe / zum 7. 6. 1988 Liebster alter Freund Wolf Stubbe – ich habe heute so gar keine Lust auf A. Waterloo (-) aber dies von Herzen. Holländische Herrenjacht mit geblähten Segeln, großer Flagge am Spiegel + Wimpel am Mast auf bewegtem Wasser. Links seitlich von dieser eine kleine andere. Am Ufer winziger Angler. Kaltnadelradierung in Blau + Schwarz. Hs. signiert, ebenso in der Platte und dort ansonsten bezeichnet wie vor. 23,1 x 14,2 cm.

Kruglewsky 97. – Trockenstempel Griffelkunst. – Auf Japanbütten. – Herrlicher gratiger Druck mit schönem Plattenton und dem vollen Rand von 1,9-3,2 cm.
Janssen’s intimer Geburtstagsgruß
für den Direktor des Hamburger Kupferstichkabinetts em. und Sammler Wolf Stubbe (Stettin 1903 – Hamburg 1994), für den Kunst unteilbar war und im Zweifelsfall ein „Wagen Sie etwas!“ dazugehörte, wie sich Ernst Nolte gelegentlich der Teilauktion seiner Sammlung im Juni 2000 ebenso erinnerte (H+N 348, S. 6) wie u. a. auch an
dessen Publikation über Anthonie Waterloo’s Zeichnungen
der norddeutschen Reise, um generell festzuhalten:
„ Für die Hamburger Kunsthalle (von) 1933 … bis 1969 (tätig), war Wolf Stubbe ein herausragender Graphikkenner. Unter seiner Leitung wuchs die graphische Sammlung … zu einer der substantiellsten und umfangreichsten unter den deutschen Museen … (sein) besonderes Interesse galt neben der Altmeistergraphik sowohl dem achtzehnten/neunzehnten als auch dem zwanzigsten Jahrhundert,
wo seine unkonventionelle Sehweise
dem Interessierten neues Terrain erschloß und 1963 zu der entscheidenden Publikation ‚Graphik des 20. Jahrhunderts‘ führte … .“
Aus 1966 haben wir seine Schrift über Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) als einen wesentlichen Beitrag zur kunsthistorischen Erfassung dessen Künstlerpersönlichkeit, untersucht an Hand der Jagd/Tiergraphik mit dem Ergebnis einer sowohl technischen Bravour als auch landschaftlich ganz bemerkenswerten Fortentwicklung, auf welch letztere Meriten als wohl erster 1901 schon Ernst Welisch aufmerksam gemacht hatte. – Janssen’s anstehende Bezüge auf Ludolf Backhuysen (Emden 1630 – Amsterdam 1708) + Waterloo (Lille um 1610 – Utrecht 1690) greifen denn noch ein ganzes Jahrhundert weiter zurück und verdeutlichen in Kontext mit dem Gratulanten-Künstler selbst die ganze Bandbreite Stubbe’scher Kunstdurchdringung.
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