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„ Seine  Seestücke … versetzen  uns

unmittelbar  in  die  Häfen … der  Niederlande “

Hollars  Holländischer  Dreimaster  vor  Anker

Hollar, Wenceslaus (Prag 1607 – London 1677). Nauis Bellica Hollandica. Dreimastiger Eindecker mit ausgerannten Kanonen vor Anker nach rechts. Die Fock gefiert, an Deck zahlreiche Matrosen. Rechts in Mittel- und Hintergrund paarweise vor Anker vier weitere Dreimaster, ganz links am Horizont ein fünfter unter Segeln. Radierung + Kupferstich. Bezeichnet: WHollar fecit / 1647, ansonsten wie vor. Blattgröße 14,4 x 23,4 cm.

Pennington 1266, I; Parthey 1266. – Blatt 6 der

„ Sehr  selten(en) “

und  komplett  kaum  vorkommenden

(Davidsohn 509) 12blättrigen Folge holländischer Schiffe Navivm Variæ Figuræ et Formæ aus 1647, selbst in Davidsohns 1920 in 420 Positionen versteigertem, ganz bemerkenswert umfassendem Hollar-Bestand nur in einem gemischten Exemplar figurierend und hier vorliegend

im  ersten  Zustand  vor  Adresse + Numerierung .

Nicht in der reichen Hollar-Passage bei Baron Lanna (1895), der neben einer mutmaßlichen Kopie des Titels lediglich zwei Blatt der Folge besaß, davon eines zudem nur im zweiten Zustand mit der Nummer unten rechts, und auch fehlend im 1984er Berliner Ausstellungskatalog, der nur drei andere Blätter der Folge aufführt. – Vgl. die Zeichnung eines gleichfalls nach rechts vor Anker liegenden Dreimasters mit gefierten Rahen (Abb. Frontispiz zu Hollar’s Journey on the Rhine, Prag, 1965). – Großes Wappen-Wasserzeichen. – Warmtoniger, gleichmäßig schwach gebräunter Abdruck mit bis zu 2 mm breitem umlaufenden Papierrändchen um die Einfassungslinie. Links oben von alter Hand in Tinte „500“.

Wenzel Hollar, Holländischer Eindecker

Großformatige , ebenso  schöne  wie  detailreiche

Darstellung  eines  holländischen  Schiffes  auf  Reede :

„ Nicht minder belehrend sind seine Seestücke in Betreff des Baues und der Ausrüstung der damaligen Schiffe. Die Nummern 1261-1272 versetzen uns unmittelbar in die Häfen und auf die Werften der Niederlande. Man bewundert an diesen Blättern mit Recht die außerordentliche Sicherheit, womit die Schwierigkeiten in der Darstellung von Schiffen überwunden sind “

(Parthey, S. X).

Dies ebenso in Einklang mit der objektiven, alles zierende oder ausfüllende Beiwerk verschmähenden Auffassung Hollars wie seiner entsprechend ausgebildeten Radiertechnik:

„ The basic characteristics … of Hollar’s work are implied in their author’s approach to reality. Hollar was fundamentally attracted by objective forms, by their uniqueness and endless variety, and the texture and quality of things in the world about him. His aim was to seize that reality, preserve it, and communicate it to the spectator “

(MiloŇ° V. Kratochvíl, Hollar’s Journey on the Rhine, a. a. O., S. 23).

„ Hollar hatte eine eigene Manier zu stechen sich gebildet, welche in ihrer Art unnachahmlich ist. Seine Stiche sind leichter und freier als die der Stecher des 16. Jahrhunderts, und genauer und zarter als jene des 17. Jahrhunderts, welche eine malerische Wirkung beabsichtigten “

(Nagler VI, S. 262).

Und

„ Das sturmbewegte Meer mit schweren Kriegsschiffen, die glatte Meeresfläche mit leichten Segelbarken, die durch den breiten Strom belebte Rheingegend … alle verraten sein Verständnis für die Natur und seine zärtliche Auffassung ihrer Schönheiten “

(F. A. Borovský in Thieme-Becker XVII, SS. 376 ff.).

Daß  sie  zugleich  außerordentlich  selten  sind ,

macht  sie  so  besonders  begehrenswert .

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