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Willem van de Velde II, Marine

Velde II, Willem van de (Leiden 1633 – London 1707). Marine. Vorne am flachen Schlickufer verschiedene Boote, teils unter Segel, nebst Figurinen. Rechts Kai, im Hintergrund Ortschaft. Links in mittlerer Distanz Flotte vor Anker. Radierung von Remi-Henri-Joseph Delvaux (Lille 1748/50 – Paris 1823). (1771.) Bezeichnet: 31 / Guil. V. Velde pinx. / Du Cabinet de Mr. le Duc de Choiseul / De la grandeur de 18 pouces sur 13½ nebst Choiseuls Wappenschild. 14,6 x 16,8 cm.

„ (Willem van de Velde d. J.) verbindet ein hervorragendes zeichnerisches Können mit der Ton- und Lichtmalerei seines Lehrers (Simon de Vlieger) … Wesentlich ist seine Kunst der Bildkomposition, wobei Tageszeit, Atmosphäre, Bewölkung, Wind und Wellengang, Segelstellung und Lage der Schiffe im Wasser genau beobachtet werden. Eigentlich bildet das Meer nur den Rahmen für die seemännisch eingehende Wiedergabe des Schiffes bis zu den letzten Einzelheiten der Takelage, die eine grundlegende Kenntnis des Schiffsbaues verraten … Seine besondere Vorliebe gilt der leicht bewegten See:

Bei  Ebbwasser  kommen  flache  Schlickbänke  im  Vordergrund  zum  Vorschein ,

in abendlicher Beleuchtung liegen Segelboote auf der spiegelnden Wasserfläche vor Anker, Fischerboote bringen ihren Fang zum Strand “

(Bernt, Die niederländischen Maler des 17. Jhdts. III).

„ Delvaux … Schüler von Noël Lemire … beteiligte sich an zahlr. Ill. von Pariser Publ.: u. a. ‚Cabinet Choiseul‘ (z. B. Marine nach G. Van de Velde), 1771 … “

(Catrin Ritter, AKL XXV, 2000, 569).

Étienne François Choiseul (1719-1785) wurde nach einer Militärkarriere durch Madame de Pompadours Protektion 1753 zunächst Botschafter in Rom und Wien, um 1758 – während des Siebenjährigen Krieges – zunächst das Außen-, drei Jahre später das Kriegs- und schließlich 1763 das Marineministerum zu übernehmen. Dem Aufstieg von Madame du Barry folgte 1770 dann die Verbannung auf seinen Landsitz bei Chanteloup, von dem Ludwig XVI. ihn 1774 zwar nach Paris zurückkehren ließ, ohne daß damit indes eine Wiedereinsetzung in seine früheren Ämter verbunden gewesen wäre. Dem Erscheinen der Enzyklopädie von Diderot-d’Alembert aufgeschlossen-fördernd gegenüberstehend, trug Choiseul eine bedeutende Sammlung französischer Veduten zusammen:

„ Le duc avait formé une très importante collection de vues de France, comportant beaucoup de pièces rares, et toutes en belles epreuves “

(Lugt 2948). Bei seinem Ableben hochverschuldet – Walpole schreibt, er habe das öffentliche ebenso wie sein Privatvermögen verschwendet, ohne indes letzteres durch Plünderung des ersteren zu sanieren – überließ er es seiner Witwe, seine Gläubiger auf das Genaueste zu befriedigen.

Sehr  schönes , lichtdurchflutetes  Sujet . – Auf festem, an den Seiten und unten breitrandigem Linienpapier.

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