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Paul Bril, Felsige Küstenlandschaft mit Blick in einen Hafen

Eine  Marine-Szenerie

des  frühen  17.  Jahrhunderts

Bril, Paul (? Breda 1553/4 – Rom 1626). Felsige Küstenlandschaft mit Blick in einen Hafen. Vorne links Segelboot auf dem von der Brandung in der Flußmündung stark bewegten Wasser, rechts steil ansteigendes baumbestandenes Ufer. Im Mittelfeld ein mächtiger Leuchtturm, links davon die Einfahrt zum Hafen der unterhalb schroffer Felsen liegenden Stadt. Davor wie auch an den übrigen Ufern zahlreiche Boote, doch auch Schiffe und eine Galeere. In der Ferne der weitere landeinwärtige Flußverlauf unter dramatischer Wolkenstaffage einschließlich hervorbrechender Sonne sowie einem Regenschauer. Kupferstich von oder bei Jan Claesz. Visscher (ca. 1550 Amsterdam 1612). Unten links im Wasser bzw. weißem Unterrand bezeichnet: Paulus Bril inue / ICVißcher (ligiert) excudit. Blattgröße 20 x 26,8 cm.

Bernt IV, 127 (die gleichgroße, seitengleiche Entwurfszeichnung, mit Abb.). – Gleichformatige, gegenseitige Kopie nach dem Kupfer von Raphael Sadeler I (Antwerpen 1560 – München 1632/Venedig 1628), Hollstein 217. – Das Monogramm entsprechend erstwiedergegebenem Wurzbach II, 800; vgl. auch Nagler, Monogr., III, 2155 + V, 1063, auch das an das hiesige angelehnte des Cornelis Visscher Nagler V, 1079. – Figürl. Wz.

Innerhalb des Plattenrandes geschnitten, doch noch mit feinem, unten auch 5 mm breitem Papierrändchen um die Bildeinfassung. Letzteres rechts mit winziger Ergänzung. Die unteren Ecken von früherer Eckmontage her etwas quetschfaltig. Im Oberrand 2 cm ins Bild hineinreichender, indes kaum wahrnehmbarer Einriß säurefrei hinterlegt. Im Unterrand fast unkenntliche Schrift von alter Hand: Afbeelding van den toeloup des … tot … by (he)t Galileetsche Meyk.

Paul  Bril  ging bereits 1574 nach Rom, wo er um 1600 Adam Elsheimer begegnete, „dessen Einfluß auf B.s Kunst von entscheidender Bedeutung war“ (Thieme-Becker V, 16 f.):

„ Die Blätter der reifen Zeit nach 1600 sind nicht mehr der Natur abgesehen, sie sind freier und großzügig komponiert, der Raum wird bewußt gestaltet, der Horizont weiter, und im ganzen wird eine ausgesprochen malerische Wirkung erreicht. Heroische Landschaften mit seitlichen Fels- oder Baumkulissen bieten einen Ausblick in ein weites Flußtal. Die Bäume mit bloßliegendem Wurzelwerk und abgebrochenen Ästen haben einen eichenartigen Wuchs … die Tiefenwirkung, Atmosphäre und Bewölkung (ist) wesentlich. Diese … Blätter der späten Zeit, Federzeichnungen mit oder ohne Lavierung, nehmen den klassischen Stil des Cl. Lorrain und N. Poussin vorweg … Die größte Reihe echter Blätter besitzt der Louvre – so auch die Vorlage hiesigen Blattes; vgl. auch die gleichgroße ähnliche in Amsterdam, Boon 91 m. Abb. – …

Die  Landschaftsmalerei  des  17.  Jahrhunderts

stand  lange  unter  Einfluß  von  P.  Bril “

(Bernt). So denn auch Luuk Pijl in AKL XIV (1996), 228:

„ Aufgrund der enormen Ausstrahlung auf die Maler des 17. Jh. kann B. als der einflußreichste Landschaftsmaler der 1. H. des 17. Jh. angesehen werden. “

Solchem entsprechend die durch noch erkennbare feine Schriftlinien bei der Visscher’schen Signatur als Frühdruck qualifizierte

außerordentlich  malerische  Wiedergabe  in  prachtvollem  Hell-Dunkel .

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