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Bremen MonumentalBremen – Schilling, Rudolph Ernst (Braunschweig 1728 – Bremen 1774). PERSPECTIVISCHER (sic!) VORSTELLVNGEN der Kaiserlichen freien Reichs und Ansee Stadt BREMEN / Erstes Stück (alles). Ansicht der Weser von der Aschenburg vorn links bis zur Neustädter Kirche zur Rechten und Großer und Kleiner Weserbrücke dazwischen. Auf dem Wasser zahlreiche Boote + Segelschiffe. Unter ersteren zwei Lachsfänger an den beiden Enden des quer zum Strom gesetzten Stellnetzes, von letzteren drei dominant im Vordergrund, deren eines geradezu aus dem Bild heraus auf den Betrachter zufährt. Kupferstich von Anton August Beck (1713 Braunschweig 1787). Bezeichnet: entworfen und gezeichnet durch R. E. Schilling, Ingen. Lieutn. et Architecte. 1767. / in Kupfer gestochen durch Ant. Aug. Beck, in Braunschweig., ansonsten wie vor und unten. 57 x 98,5 cm. Schwarzwälder 74; Thieme-Becker XXX, 71 + III, 136. – Sehr schöner Abdruck mit 1,4-3 cm breitem Rand. Dieser wie auch der breite weiße Plattenrand selbst in überwiegend nur den beiden Seitenbereichen – und vor allem außerhalb des Bildes – verschiedenfältig fleckig. Partiell klein(st)e versorgte Randeinrisse, wie bei solchen Formaten ebenso kaum vermeidbar wie die drei ziemlich geglätteten und praktisch nur noch in der Himmelspartie mit ihrer reichen Wolkenbildung bemerkbaren Querfalten. DAS UNERHÖRT WANDTÜCHTIGE , PRÄCHTIGE GROSSE BLATT
VON DENKBAR GRÖSSTER SELTENHEIT des seit 1765 in bremischen Diensten stehenden Ingenieurkapitäns Schilling, der sich nicht nur durch gestochene und zeichnerisch überlieferte Grundrisse und Stadtansichten auszeichnete, sondern auch durch seine 1772 erschienene Abhandlung über die Enteisung der Weser. Anstehende Arbeit in ihrer von a-x aufgeschlüsselten Detailtreue
(Schwarzwälder). – Im Unterrand namentlich gekennzeichnet : Die Aschenburg – Das neue Kornhaus – Die Schlachte nebst denen darauf befindlichen Gebäuden – Wasser-Pumpereien – Fähr Haus nebst dem Fährschiffe – Der große Krahn – Ansgarü Träncke – Die Krucken Börse – Thurm der Kloster Kirche – St. Martini Kirche – Prediger Haus zu St. Mart. – Das alte Kornhaus – Das Brückthor – Das Wasserrad – Die grosse Weserbrücke nebst denen daran liegenden Schiffmühlen – Der Theerhof – Krahn zum aufwinden der Seetonnen – Der Brautwall – Die Kleine Weserbrücke – Neustadts Teich nebst denen daran befindlichen Gebäuden – Neustadts Kirche – Der Lachsfang . Im Braunschweiger Stecher Beck, 1765 von Herzog Carl I. von Braunschweig-Lüneburg zum Hofkupferstecher ernannt, fand Schilling seinen adäquaten Partner, dessen wesentliche Arbeiten eben seinerseits Architekturen und Stadtansichten bildeten. Von seinem Stiefvater Johann Georg Schmidt
(Ferdinand Spehr, ADB II, S. 215). Hier denn in Zusammenarbeit mit dem Braunschweiger Schilling ihr BREMISCHES NON PLUS ULTRA in seinem stimmungsreich beleuchteten Hell-Dunkel , unbekannt geblieben Tooley’s Dictionary (1979), dort nur sein 1759er Plan de la ville de Bronsic und die schottische Stadt Inverness von 1760. Gänzlich fehlend indes Schilling. |